SSV Rot-Weiß Ahrem 1960 e.V.

Große Erfolge dank treuer Truppe

Von Horst Komuth, 16.09.10, 10:23h

Alles in Eigenregie und ehrenamtlich und trotzdem so erfolgreich: die SSV Rot-Weiß Ahrem kann zu ihrem 50-jährigen Bestehen zahlreiche Meistertitel und eine kontinuierliche und rege Jugendarbeit vorweisen.

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Insgesamt 25 Ehrenamtliche kümmern sich um den Spielbetrieb, der wegen des starken Zulaufs auch aus den Nachbarorten nicht ausschließlich auf dem Ahremer Sportplatz stattfinden kann. Der Platzmangel konnte behoben werden, indem die Sportler nun auch auf der verwaisten Anlage des SV Herrig trainieren. Sie säuberten das Areal und richteten es für den Spielbetrieb her.

Flutlicht gewünscht

„Unser größter Wunsch wäre jedoch, in Ahrem einen Kunstrasen und Flutlicht zu erhalten. Dann könnten wir deutlich mehr Training und zusätzliche Jugendarbeit anbieten“, sagt Klünker. Der Club habe seit vielen Jahren bewiesen, dass er auch ohne finanzielle Gegenleistung ehrenamtlich vieles bewegen könne. Nicht mal Aufwandsentschädigungen würden an die Vereinsmitglieder gezahlt. Und Jugendliche, die zum Fußballspiel führen, müssten ihren Sprit selbst bezahlen.

1970 war der Sportplatz in Eigenregie erbaut worden, vier Jahre später folgte der Bau des Clubheims. Das bestand zunächst aus einer Holzbaracke. Gemeinsam mit dem Boxerclub kauften die Sportler eine ausgemusterte Soldatenunterkunft der Deutschen Funk-Kaserne Euskirchen. Ahremer Landwirte halfen beim Bau genauso wie die befreundete Johannes-Schützenbruderschaft, die den Sportlern ein Darlehen gab. Im Gegenzug war im Clubheim eine Luftgewehranlage eingerichtet worden. Auch das „Kuratorium Ahremer Heide“ unterstützte das Projekt finanziell großzügig. Im Mai 1976 wurde das Heim erweitert und modernisiert. Dort fanden fortan Altentage und das beliebte „Ahremer Fastelovendsjedöns“ statt. Kuriosität am Rande: Eine offizielle Adresse gibt es für das Heim bis heute nicht, denn für den Bereich fehlt eine Straßenbezeichnung.

Stolz ist der Club auf seine personelle Kontinuität. „Eine ganze Reihe von Leuten engagiert sich seit Jahrzehnten im Verein“, berichtet Friedhelm Berchem, Geschäftsführer der Altherren-Abteilung. So habe der Verein bislang nur wenige Präsidenten gehabt: Matthias Weber, Bernhard Möltgen, Willi Kanes, Karl-Heinz Struwe und schließlich Johannes Möltgen. Personelle Beständigkeit habe auch die Geschäftsführung ausgezeichnet: Ehrenmitglied Mathilde Kanes war 1977 die erste Frau im Vorstand und blieb bis 2000 in verschiedenen Positionen aktiv.

Und dann die treuen Spieler. Peter Möltgen war bereits 1970 Spieler der B-Jugendmannschaft, wechselte nie den Verein und spielt noch heute mit 54 Jahren als ältester Aktiver bei den „Alten Herren“ von Rot-Weiß. Marco Kemmerling war über ein Jahrzehnt Torschützenkönig. Klünker: „Er trug mit seinen Treffern maßgeblich zum Erfolg der Ahremer Mannschaften bei.“

Quelle: Horst Komuth

 

 

 

 

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